Verarztet von den Mitschülern – der Schulsanitätsdienst

Von Sandra Schmerold

Jeder kennt diese Durchsage: „Der diensthabende Sanitätsdienst kommt bitte jetzt ins Krankenzimmer.“ Viele von euch denken jetzt sicherlich an schlimme Notfälle und den Notarzt, doch wie es wirklich ist, erfahrt ihr hier!

Wie wird man eigentlich Schulsanitäter?

Wenn man Schulsanitäter werden möchte, muss man zuerst eine Erste Hilfe Ausbildung machen, diese findet meist in der Mitte des Schuljahres statt. Die Ausbildung umfasst circa 3 Nachmittage, die, wie ich anmerken möchte, sehr interessant sind und zudem sehr viel Spaß machen. Diese Nachmittage umfassen Anleitungen, wie man z.B. jemanden aus dem Auto holt, die stabile Seitenlage, Verbände und Pflaster anlegen und die Reanimation. Manche von euch mögen sagen, dass sie das alles schon können, doch ich kann euch versichern: Man lernt immer wieder neue und interessante Sachen.

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Unser Krankenzimmer

Nachdem man letztendlich eine Urkunde bzw. Bescheinigung besitzt, dass man den Erste Hilfe Kurs absolviert hat, ist man somit Schulsanitäter und kann sich in den Plan beim Krankenzimmer eintragen.  Wenn also nun eine Durchsage kommt, ist man mit von der Partie.

Vorstellung vs. Realität

Wie schon erwähnt, denken warscheinlich viele beim Wort „Sanitätsdienst“ an Einsätze mit einer Menge Blut, Rettungsdienst & Co. Meistens aber sind die Einsätze z.B. bei den Bundesjugendspielen mit einem Pflaster, Verband und einer Kühlpackung erledigt, nur vereinzelt gibt es Einsätze, die schwerer sind und länger dauern. Also kann von Action eigentlich keine Rede sein, natürlich gibt es manchmal Ausnahmen.

Und nun für die, die möglichst viel vom Unterricht verpassen  möchten:

Kann man sehr viel schwänzen?

Nein, wenn man Glück hat kommt man einmal im Monat dran. Der Sanitätsdienst ist auch bei Veranstaltungen wie z.B. den Bundesjugendspielen oder dem Schwimmfest vor Ort, jedoch braucht man meist nicht mehr als 2-4 Personen.

Meine persönlichen Erfahrungen und Meinung

Ich finde es immer wieder schön Menschen zu helfen, vor allem, wenn es die eigenen Schulkameraden sind, auch wenn es nur ein Pflaster ist. Bei Veranstaltungen kann es schon mal etwas langweilig werden, doch man ist zum Glück nicht alleine. Man braucht auch überhaupt keine Angst haben, in einer Situation etwas nicht zu wissen, dafür hat man schließlich die anderen vom Schulsanitätsdienst.

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