UMFRAGE! Handyverbot an Schulen – ändert sich das bald?!

Bayern ist das einzige Bundesland, in dem noch ein Handyverbot an Schulen besteht.  In der Tasche dürfen wir es dabei haben, allerdings ausgeschaltet. Aber mal ehrlich, wer hält sich da schon dran?!Geschichte des Verbots

Im Jahr 2006 gab es bayernweite Razzien auf Pausenhöfen, die Beamten der Poliziei ließen sich Handys von Schülern aushändigen. Was fanden sie wohl? -Harte Pornos und brutale Gewaltvideos. Die Staatsregierung beschloss daraufhin folgendes:

Bayerisches Erziehungs- und Unterrichtsgesetz, Artikel 56: „Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände sind Mobilfunktelefone und sonstige digitale Speichermedien, die nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden, auszuschalten. Die unterrichtende oder die außerhalb des Unterrichts Aufsicht führende Lehrkraft kann Ausnahmen gestatten.“

Dieses Verbot gilt also. Jetzt gibt es etwas Neues zu berichten! Der Landesschülerrat fodert in einem Schreiben vom Januar 2018 an das Kulutsministerium „schulintern individuell regelbare Verfahren“ zum Umgang mit Handys. Die Schulforen sollen jeweils selbst entscheiden können, ob sie am Handyverbot festhalten wollen oder nicht. Zum Schulforen gehören Menschen des Rektorats, der Eltern, Schüler und Lehrer der jeweiligen Schule.

Quellen: Spiegel Online: Handyverbot an Bayerns Schulen auf der Kippe

Dazu haben sich natürlich verschiedene wichtige Personen zu Wort gemeldet mit jeweils anderen Meinungen. Der Bayerische Rundfunk hat dazu einige Leute befragt und das sind die Ergebnisse:

FÜR das Handyverbot GEGEN das Handyverbot

„Wenn jetzt wirklich Ärger am Pausenhof ist, und ein Filmmitschnitt die Runde macht, dann geht das in Richtung Mobbing. Das wollen wir verhindern.“

Brigitte Eisenhut (Lehrerin, Vorstand Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband, BLLV)

„Ganz ohne Handy geht es nicht.“ Eisenhut fordert aber ebenso zumindest eine Lockerung des Gesetzes. „Gezielter Einsatz im Unterricht ist schon wichtig. Besonders im Zeitalter der Digitalisierung. Man muss den Schülern Medienkompetenz beibringen.“

Brigitte Eisenhut (Lehrerin, Vorstand Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband, BLLV)

„Ich finde es schon wichtig, dass Schüler auch mal sechs Stunden auf das Handy verzichten können. Grundsätzlich brauche ich in der Schule kein Handy, ich finde das unhöflich. Und auch die Konzentration leidet darunter.“

Anna Bernpaintner (Mitglied des Elterbeirats einer Schule)

„Also zu dem kompetenten Umgang mit Medien gehört auch, kompetent zu entscheiden, wann ein Medium nicht genutzt werden soll. Und ich denke, für die Schüler wäre das ein Anlass, darüber zu diskutieren, an welcher Stelle sie das Smartphone überhaupt brauchen. Dann denke ich, kann man über den Dialog zu Lösungen kommen, die für alle Beteiligten tragbar sind.“

Uwe Stritzel (Medienpädagoge)

„Also wir haben schon genug Möglichkeiten, um zu recherchieren. Wir haben zum Beispiel drei Computer im Klassenzimmer.“

Stefanie Moser (Schülerin einer bayerischen Schule)

Auch Politiker haben sich zu Wort gemeldet (Quelle: Spiegel Online):

„Die Regelung negiert die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen“, sagt Michael Piazolo.

„Wir reden über Digitalisierung, und wir reden über Beteiligung. Ein solches Handyverbot erinnert mehr an Steinzeitpädagogik.“, sagt Georg Rosenthal.

„Das Digitalste an der Schule darf nicht die Pause sein.“, sagt Daniel Föst.

„Es ist völlig irrsinnig, eine analoge Betonmauer um die Schulhöfe zu bauen und ein Schild an das Tor zu hängen, auf dem steht: ‚Kein Zutritt für die Lebensrealität'“,  sagt Dorothee Bär.

 

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Quelle: Bayerischer Rundfunk: Handyverbot an Schulen

Nun unsere Frage:

WAS HÄLTST DU DAVON?

Wie stehst DU zum Handyverbot an bayerischen Schulen?

 

5 Gedanken zu „UMFRAGE! Handyverbot an Schulen – ändert sich das bald?!

  1. Wäre gegen das Handyverbot an Bayerischen Schulen. Die Frage wäre halt dann, was man am Handy machen will ohne Internet bzw. Netz.
    Im Unterricht wären Handys aber meiner Meinung nach Unsinnig.
    LG.

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