Das Leben in einer Essstörung

Ich nenne es ,,das Leben in einer Essstörung‘‘, weil sich alles nur noch um eines dreht: Essen.

Zahlen verfolgen mich, Kalorien, Kilogramm, Kontrolle. Jeder Bissen ist ein Kampf, jeder Gedanke ein Plan, wie ich das Essen wieder loswerde.

Dieses Gefühl, wenn du isst und schon in dem gleichen Moment weißt, dass du es bereuen wirst. Dieses schwere, erdrückende Gefühl in der Brust. Oder wenn du im Klassenzimmer sitzt, dein Magen laut knurrt und du hoffst, dass es niemand hört. Wenn du dich schämst , vor anderen zu essen, als wäre Essen etwas Verbotenes. Etwas Falsches…
Es ist einfach nur schrecklich.

 

Mein ganzes Leben dreht sich darum:

Wie komme ich um das Abendessen herum, ohne dass meine Eltern etwas merken?

Wie kann ich das Hungergefühl ausschalten?

Wie kann ich stark sein, obwohl ich innerlich längst müde bin?

So viele Menschen leiden still. Sie lächeln nach außen, während sie innerlich zerbrechen…

Viele haben Angst, es jemandem zu sagen. Angst, nicht verstanden zu werden. Angst, Hilfe zu suchen.

Aber bitte: Öffne dich jemandem, dem du vertraust. Du musst da nicht allein durch.

Du bist nicht schwach, du kämpfst!

Beitragsbild Quelle: familienportal berlin