In Südafrika stirbt alle 2,5 Stunden eine Frau an „Femizid“ (Die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechtes) und ungefähr 145 Frauen werden dort täglich vergewaltigt, Niemand hat darüber geredet, bis jetzt.
„Women for Change“ ist eine Kampagne aus Südafrika, die auf Femizid aufmerksam macht und sich gegen geschlechtsbezogene Gewalt einsetzt. Allein schon letztes Jahr wurden in Südafrika 5.578 Frauen durch Femizid ermordet, zum Vergleich: In Deutschland wurden ungefähr 360 Frauen Opfer von Femizid.
In Afrika wurden 2024 33,8% mehr Frauen durch Femizid getötet als im letzten Jahr davor. Aus diesen Gründen fordert „Women for Change“ die Anerkennung geschlechtsbezogener Gewalt und Femizid als „nationale Krise“ („national Disaster“). Konkret bedeutet dies, dass Femizid und geschlechtsbezogene Gewalt in Zukunft nicht mehr als „Einzelfälle“ oder „tragische Unfälle“ vom Staat eingestuft werden sollen, sondern als „Nationale Krise“.
Durch die lilafarbenen Profilbilder können Menschen weltweit, vor allem in den sozialen Medien, Solidarität zeigen und auf den Protest aufmerksam machen. Und warum die Farbe lila? Da Lila Weiblichkeit symbolisiert und traditionell für Frauenrechte und Emanzipation steht. Außerdem steht die Verbindung zwischen Rot und Blau (=lila wird aus rot und blau gemischt) für die männliche
und weibliche Stärke.
Ein weiterer Faktor, der zu dem Erfolg beigetragen hat, war der „Women´s Shutdown“, der vom 22. bis zum 23. November stattfand , dieser war ein feministischer Protest, der während des G20 Gipfels (= ein Treffen, dessen Motto Solidarität, Gleichheit und Nachhaltigkeit ist) in Johannesburg stattfand. Bei diesem haben die Protestierenden ihre Arbeit gestoppt und sich für 15 Minuten auf den Boden gelegt und geschwiegen, diese 15 Minuten standen für 15 Frauen, die täglich in Südafrika durch einen Femizid getötet werden. Dieser „Women´s Shutdown“ war so kraftvoll, dass die Regierung keine andere Möglichkeit hatte als einzulenken.
Jetzt ist offiziell, dass die Kampagne erfolgreich gewesen ist, Femizid und geschlechtsbezogene Gewalt werden als Nationale Krise eingestuft! Der Protest hat also geholfen!