Das Planspiel „Der Landtag sind wir“ geht in die nächste Runde! Auch in diesem Jahr hat die LWRS daran teilgenommen. Am 15.12.25 durften wir (Tobi und Alea) von der Online-Schülerzeitung 480° die Klassen 10a,10c und 10d dabei begleiten. Wenn euch interessiert, was wir dieses Jahr Spannendes und Aufschlussreiches erlebt haben, klickt gerne auf Weiterlesen!
An diesem Planspiel durften wir Schüler mit Unterstützung von Studenten, Lehrern und echten Abgeordneten einen Tag des bayerischen Landtags an unserer Schule nachspielen, um etwas über die Gegebenheiten dort zu lernen und einmal selbst Hand anzulegen. Im Voraus durften sich alle anwesenden Schüler/- innen fiktive Namen für den Vormittag ausdenken. Wir traten als Lucifer Steinmeier und Lola von Klippenstein und als Pressemitglieder in den „Landtag“ ein.
Der Landtag
Zuerst einmal müssen wir klären, was ein Landtag überhaupt ist. Ein Landtag ist das Parlament eines Bundeslandes. So kontrolliert der bayerische Landtag die Arbeit der bayerischen Landesregierung und beschließt Gesetze, die in Bayern gelten. Es gibt sogenannte Abgeordnete von jeder Partei. Je mehr Stimmen eine Partei bei Landtagswahlen erhält, desto mehr Abgeordnete stellt diese Partei im Landtag auch zur Verfügung. In unserem Planspiel gab es dieses Jahr diese Parteien: Freie, Ökologen, Soziale, Konservative.

Der Ablauf des Planspiels
Die Einführung in die erste Etappe fand im Plenum statt. Dieses besteht aus allen Parteien, die im Landtag sitzen (In unserem Fall natürlich im Klassenzimmer ;)) Nachdem die teilnehmenden Schüler ihre Abgeordnetenrollen erhalten und sich eingelesen hatten, konnten noch letzte Fragen gestellt werden. Dann ging es los in die erste Fraktionssitzung.
Fraktionssitzungen
Das sind Sitzungen, in der sich die Parteien hinter verschlossen Türen beraten, politische Fragen besprechen und sich über Gesetzesvorhaben abstimmen. Dabei wird oft hitzig diskutiert und phasenweise sogar gestritten. Das war auch im Planspiel der Fall! Wir als Presse durften dabei jederzeit zuhören, Fotos machen und Notizen aufschreiben.
Als nächstes versuchten sich die Konservativen und die Freien über den Gesetzesentwurf abzustimmen, um sich die Mehrheit zu sichern. Sie überlegten, was sie auf jeden Fall erreichen wollen und wo man der jeweils anderen Partei entgegenkommen könnte. Im Planspiel wurde ein Gesetzesvorhaben mit 4 Artikeln zur Bekämpfung der Jugendkriminalität in Bayern diskutiert.


Danach wurde die erste Lesung des Gesetzes einberufen, welche wieder im Plenum stattgefunden hat. Hier ging es um das Gesetzesvorhaben und die Ziele, die damit erreicht werden sollen. Der Alterspräsident, der kurz davor bestimmt worden war, wählte dann mit uns den heutigen Landtagspräsidenten. Anschließend wurden die Fraktions- und Ausschussvorsitzenden vorgestellt. Dann wurde der Gesetzeswurf an die Ausschüsse überwiesen.
Ausschüsse
Diese bestehen aus Abgeordneten von jeder Fraktion. Der Ausschuss stimmt mit einer/einem Vorsitzenden über die Verabschiedung, Einwilligung oder Änderung der Gesetze ab, wie diese in Zukunft stattfinden sollen. Im sogenannten federführenden Ausschuss werden auch mithilfe der Entscheidungen der drei weiteren sogenannten mitberatenden Ausschüsse die Ergebnisse der einzelnen Artikel festgelegt.
Im Anschluss fand die zweite Fraktionssitzung statt, in der die Schüler eine Rede vorbereitet und gegebenenfalls einen schriftlichen Änderungsantrag erarbeitet haben.
Daraufhin fand, wieder im Plenum, die zweite Lesung statt. Dort stellten die Parteien ihre Beschlussempfehlungen und eventuelle Änderungsanträge vor. Nun kam es schließlich zur demokratischen Abstimmung über den Gesetzentwurf: Stimmen mehr als 50 % der Abgeordneten des Landtags für den Entwurf, entsteht ein Gesetz. Das Gesetz müssen dann alle Bürger in Bayern befolgen!
Bei unserem Planspiel hat die Gesetzesvorlage leider keine Mehrheit bekommen und ist damit gescheitert. Das kann in einer Demokratie passieren und ist kein Beinbruch!
Abschluss
Als letzten Punkt der Tagesordnung gab es die mündliche und schriftliche Auswertung der Planspielerfahrung über einen Feedbackzettel.
Als Überraschung kamen dann noch echte Politiker der Parteien Freien Wähler, AFD und Grünen und haben aktuelle Fragen beantwortet und ihre Meinung abgegeben. Wir bekamen hier noch die Möglichkeit, diese für euch zu interviewen! Wenn euch interessiert, wie die Politiker auf unsere Fragen geantwortet haben, klickt gerne auf den Podcast- Artikel „Wir interviewen Politiker!“

Alea und Tobi