Eiskalte Limo oder doch lieber Tee? Diese Tipps helfen wirklich bei Hitze

Heiße Saharaluft bringt Deutschland ins Schwitzen. Ich kläre, ob eine Dusche oder Limonade wirklich erfrischen.

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Im Sommer scheint die Sonne, es wird immer wärmer – wie jedes Jahr. Und mit den sehr starken Hitzewellen kommen immer dieselben Fragen auf: Was bringt Abkühlung? Ein Faktencheck:

Aussage: Mittags ist es am heißesten

Bewertung: Falsch.

Fakten: Die Sonne steht am Mittag zwar am höchsten und hat die stärkste Strahlung. Die Lufttemperatur erreicht aber ihr Maximum erst nach einigen Stunden. Denn erst wenn die Erdoberfläche aufgeheizt ist, alle Objekte, die in der Sonne sind, wieder Wärme abgeben, entstehen die Höchsttemperaturen des Tages.

Der Höchststand der Sonne ist in Deutschland nicht um 12 Uhr mittags, nicht vor 13 Uhr haben wir in Deutschland die Höchsttemperatur erreicht. Je nach Umgebung wird die höchste Temperatur deshalb erst am späteren Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr gemessen.

 

Aussage: Bei Temperaturen über 35 Grad gibt es hitzefrei

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Quelle Pixabay

Bewertung: Falsch.

Fakten: Es gibt kein „Hitzefrei-Gesetz“, das eine Höchsttemperatur vorschreibt. Die meisten Bundesländer gaben die Entscheidung darüber, wann der Unterricht im Klassenzimmer nicht mehr ertragbar ist, an die einzelnen Schulen. Es wird auch organisiert, dass Schüler und Lehrer gemeinsam an kühlere Orte  wechseln können oder auch Hausaufgaben entfallen. Die Kinder einfach nach Hause schicken geht nicht und wird nie gehen, da die Schulen Aufsichtpflicht haben.

 

Aussage: Eine kalte Dusche stoppt die Schweißproduktion

Bewertung: Falsch.

Fakten: Durch das kalte Wasser geht die Körpertemperatur runter, doch das Gehirn bekommt ein Kältesignal. Nach der Dusche muss der Körper sich dann wieder auf die heiße Außentemperatur einstellen, der Körper beginnt verstärkt Schweiß zu produzieren. Experten raten, im Sommer nicht unter Körpertemperatur zu duschen.

Aussage: Warmer Tee kann bei Hitze mehr erfrischen als eine eiskalte Limonade

Bewertung: wahr

Fakten: Wie bei kalten Duschen wird mit Kaltgetränken der Stoffwechsel angeregt, der Körper reagiert mit Wärmeproduktion. Der Körper verliert die Flüssigkeit, man hat mehr Durst.

Der Körper ist eingestellt, alle Speisen und Getränke an die etwa 36,7 Grad Körpertemperatur anzugleichen. Kaltes wird erwärmt, Heißes gekühlt – beides ist mit kleinen Anstrengungen verbunden. Hitzeprofis bevorzugen deshalb warme Getränke.

 

 

Artikel nach Artikel von der Augsburger Allgemeine

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