{"id":13906,"date":"2021-02-28T22:57:31","date_gmt":"2021-02-28T21:57:31","guid":{"rendered":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/?p=13906"},"modified":"2021-02-28T22:57:31","modified_gmt":"2021-02-28T21:57:31","slug":"einfach-maerchenhaft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/?p=13906","title":{"rendered":"Einfach M\u00c4RCHENhaft&#8230;"},"content":{"rendered":"<h3>Unterricht muss nicht immer aus Rechtschreibung und Grammatik bestehen! Es geht auch anders- m\u00e4rchenhaft einfach! Lest selbst, wie Perrin in eine \u00fcble Lage mit dem b\u00f6sen Zauberer Mandragor ger\u00e4t und was es mit einem einzigen Wort auf sich hat, das alles \u00e4ndert&#8230;<!--more-->Die Aufgabe: &#8222;Erstelle ein M\u00e4rchen!&#8220; Nicht einfach, aber machbar! So machten sich 27 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der 5b ans Werk und schrieben was das Zeug h\u00e4lt. Ein ganz besonderes M\u00e4chrchen kam von unserem Yannis, das wir euch nicht vorenthatlen wollen&#8230;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Die drei R\u00e4tsel<\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es war einmal vor langer Zeit, als Perrin, ein Bauersjunge, an einem kalten Wintertag von seiner Mutter zum Holzsuchen in den Wald geschickt wurde. Er arbeitete hart, weil es so bitterkalt war und freute sich, als sein Holzschlitten schon nach kurzer Zeit voll war. Auf dem R\u00fcckweg zum haus seiner Mutter stie\u00df pl\u00f6tzlich ein Blitz krachend vom Himmel herab und der Junge erschrak f\u00fcrchterlich, als ein gro\u00dfer, grauhaariger Mann aus dem seltsam knisternden Blitz trat.<\/p>\n<p>Der Blitz verschwand, sobald der in einen schwarzen Mantel geh\u00fcllte Mann vor den Jungen trat und ihn finster musterte. \u201eDas kann nur ein Hexer sein!\u201c, dachte Perrin bei sich und schluckte nerv\u00f6s. Stotternd fragte er: \u201eW-we-wer s-seid Ihr, m-mein Herr?\u201c<\/p>\n<p>Dieser grummelte etwas vor sich hin, strich nachdenklich \u00fcber seinen langen Bart und nickte grimmig. \u201eMan nennt mich Mandragor, den Zauberer und du kommst mit!\u201c, donnerte er mit tiefer Stimme. Er wirbelte seinen Umhang \u00fcber den erschreckten Perrin und wieder zuckte ein Blitz durch den Winterwald.<\/p>\n<p>Als der magische Blitz sich aufl\u00f6ste, waren auch die beiden Gestalten spurlos im Nichts verschwunden.<\/p>\n<p>Nachdem nun ihr Sohn nach zwei Stunden immer noch nicht zur\u00fcckkehrte, begann sich die Mutter zu sorgen und folgte den bereits verwehten Schneespuren in den Wald. Als sie schlie\u00dflich Perrins Holzschlitten fand, war sie zutiefst beunruhigt. Denn die Spuren ihres Sohnes f\u00fchrten ins Nichts! Doch sie fand eine andere viel gr\u00f6\u00dfere Fu\u00dfspur und eine Stelle geschmolzenen Schnees als w\u00e4re dort etwas eingeschlagen. Dazu noch die magische Aufladung in der Luft, das konnte nur bedeuten: Perrin war etwas zugesto\u00dfen. Der einzige Magier im Umkreis jedoch war der b\u00f6se Zauberer Mandragor, der im dunklen Turm wohnte.<\/p>\n<p>So machte sich die Mutter entschlossen auf die Suche nach ihrem Sohn. Als sie am dunklen Turm ankam, brach bereits die Nacht \u00fcbers Land herein. Sie klopfte dreimal an die T\u00fcr.<\/p>\n<p>\u201eWer wagt es?\u201c, dr\u00f6hnte die Stimme Mandragors durch den unheimlichen Turm. Auf magische Weise \u00f6ffnete sich die T\u00fcr und der Zauberer stand vor der zitternden Mutter.<\/p>\n<p>Diese antwortete: \u201eGuten Abend, mein Herr! Ich will nicht st\u00f6ren, aber ich suche nach meinem Sohn Perrin. Ihr wisst nicht zuf\u00e4llig, wo er sein k\u00f6nnte?\u201c<\/p>\n<p>Sie blickte zu ihm auf, als der gro\u00dfe Zauberer sie anfuhr: \u201eFrau, dein Sohn ist nun Diener und kommt nicht mehr zur\u00fcck!\u201c<\/p>\n<p>Die arme Bauersfrau schlug die H\u00e4nde zusammen und begann zu weinen. \u201eAber ohne ihn werde ich verhungern und erfrieren! Er ist doch mein Sohn und noch viel zu jung, um Euch zu dienen!\u201c Sie fiel auf die Knie und flehte den Zauberer an, Gnade zu zeigen. \u201eHabt Erbarmen und gebt mir meinen Jungen zur\u00fcck!\u201c<\/p>\n<p>Mandragor strich sich \u00fcber seinen Bart und dachte, dieser dummen Bauersfrau w\u00fcrde er es schon zeigen. Verschlagen grinsend nickte er ihr zu. \u201eNun gut, Frau. Unter einer Bedingung: Du musst drei R\u00e4tsel l\u00f6sen, oder dein Sohn geh\u00f6rt mir und du siehst ihn nie wieder!\u201c<\/p>\n<p>Die Bauersfrau bejahte den Vorschlag hoffnungsvoll. Also sprach der Zauberer: \u201eNun gut, hier das erste R\u00e4tsel: Was fliegt, wenn es geboren wurde, liegt, wenn es lebt und flie\u00dft, wenn es gestorben ist?\u201c<\/p>\n<p>\u201eOh je\u201c, dachte die Mutter bang, \u201edas schaffe ich nie!\u201c Doch sie nickte tapfer und gr\u00fcbelte, was das wohl sein k\u00f6nnte? Verzweifelt sah sie sich um und hoffte auf irgendeine Hilfe. Da fing es wieder an zu schneien und die Bauersfrau beobachtete die Schneeflocken, wie sie zur Erde fielen. Sie rief: \u201eIch hab\u2019s! Schnee! Es ist eine Schneeflocke, die geboren wird und vom Himmel fliegt, auf dem Erdboden liegen bleibt und wenn es taut, zu Wasser zerflie\u00dft!\u201c. L\u00e4chelnd sah sie zum Zauberer auf. Der grummelte: \u201eStimmt!\u201c \u2013 \u201eDreimal verdammt\u201c, dachte er zornig, \u201edie dumme Frau hat es erraten. Doch mein Diener bleibt bei mir! Das R\u00e4tsel war zu leicht! Das n\u00e4chste wird sie niemals erraten!\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun gut, hier das n\u00e4chste: F\u00fcttere mich und das gibt mir Leben. Aber gibst du mir Wasser, so sterbe ich!\u201c Zufrieden verschr\u00e4nkte er die Arme. \u201eDas wird sie nicht l\u00f6sen und der Bursche ist mein!\u201c<\/p>\n<p>Frierend dachte die Mutter nach. \u201eEin sch\u00f6nes Feuer w\u00e4re jetzt recht, es ist eisig kalt!\u201c, schoss es ihr durch den Kopf. Und im n\u00e4chsten Moment kam ihr die L\u00f6sung. \u201eJa, das ist es! Feuer \u2013 es ist das Feuer! F\u00fcttert man es mit Holz, so lebt es auf und prasselt munter im Kamin. Doch mit Wasser verlischt es!\u201c Wieder sah sie l\u00e4chelnd zum Zauberer hoch, der immer w\u00fctender wurde.<\/p>\n<p>\u201eDann das letzte R\u00e4tsel, Frau!\u201c, t\u00f6nte Mandragors barsche Stimme durch die Nacht. \u201eIch existiere nur, wenn es Licht gibt, aber direktes Licht t\u00f6tet mich! Was bin ich? Und \u00fcberlege gut, sonst geh\u00f6rt dein Sohn mir!\u201c<\/p>\n<p>Gr\u00fcbelnd blickte die Bauersfrau zu Boden und zermarterte sich den Kopf. Doch ihr wollte nichts einfallen. Alles was sie kannte, lebte und gedieh durch das Sonnenlicht. Jede Pflanze, jedes Tier und auch die Menschen brauchten die Sonne. Was also k\u00f6nnte durch das Licht sterben? Sie bekam es mit der Angst zu tun. Oh nein, sie w\u00fcrde ihren Sohn nie wieder sehen! Sie durfte nicht versagen.<\/p>\n<p>Verzweifelt schaute sie sich um, suchte nach einem Hinweis. Ihr Blick fiel auf den unruhig flackernden Schein der Fackel und den riesigen Schatten des Zauberers \u2013 da kam ihr der Geistesblitz. \u201eSchatten\u201c, jubelte sie gl\u00fccklich. \u201eEs ist der Schatten, den das Licht hervorbringt und der im direkten Licht stirbt!\u201c<\/p>\n<p>Der m\u00e4chtige Zauberer schimpfte b\u00f6se los, konnte aber sein Versprechen nicht mehr zur\u00fccknehmen. Er hob die Hand und rief einen Blitz herbei, aus dem Perrin schlie\u00dflich hervortrat. \u201eHier hast du deinen Sohn, Frau!\u201c<\/p>\n<p>Die Mutter schloss ihren Sohn freudig in die Arme und beide weinten vor Gl\u00fcck. Mandragor spie aus: \u201eBitte, dann geht schon heim! Ich bin sowieso lieber allein!\u201c<\/p>\n<p>Beide sahen den Zauberer \u00fcberrascht an, denn er hatte fast traurig geklungen. Die Mutter blickte zu Perrin, dieser \u00fcberlegte\u2026 \u201eWenn du es willst!\u201c, nickte die Mutter ihrem Sohn zu und strich ihm \u00fcbers Haar. \u201eDu bist ein guter Junge!\u201c Perrin r\u00e4usperte sich. \u201eAlso eigentlich w\u00fcrde ich gerne bleiben!\u201c, sagte er mit fester Stimme. \u201eAber nur, wenn ich daf\u00fcr einen Lohn bekomme, den ich meiner Mutter schicken kann, damit sie nicht erfriert oder Hunger leidet!\u201c Seine Mutter nickte. \u201eUnd wenn Perrin jeden siebten Tag zu mir nach Hause kommen darf!\u201c<\/p>\n<p>Verwirrt blinzelte der Zauberer auf Perrin und seine Mutter hinab. \u201eBist du sicher?\u201c, fragte er nach. \u201eWarum m\u00f6chtest du denn nun bleiben?\u201c Er konnte sich keinen Grund vorstellen.<\/p>\n<p>Perrin grinste. \u201eGanz einfach: Ihr habt Bitte gesagt!\u201c<\/p>\n<p>Mandragor wollte schon lospoltern, dass sie ihn falsch verstanden h\u00e4tten, denn ein m\u00e4chtiger Magier wie er flehte oder bettelte nicht. Doch dann heilt er inne \u2013 er war nicht mehr allein und hatte nun einen flei\u00dfigen Lehrling in seinem Turm. Daf\u00fcr war das W\u00f6rtchen Bitte kein schlechter Tausch.<\/p>\n<p>Die Mutter verabschiedete sich schlie\u00dflich von Perrin und alle drei waren zufrieden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und die Moral von der Geschicht:<\/p>\n<p><strong>Ein kleines \u201eBitte\u201c schadet nicht!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ein M\u00e4rchen von Yannis Vemmer, 5b<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterricht muss nicht immer aus Rechtschreibung und Grammatik bestehen! Es geht auch anders- m\u00e4rchenhaft einfach! Lest selbst, wie Perrin in eine \u00fcble Lage mit dem b\u00f6sen Zauberer Mandragor ger\u00e4t und was es mit einem einzigen Wort auf sich hat, das alles \u00e4ndert&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":21,"featured_media":13908,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-13906","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-start"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/21"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13906"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13906\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/13908"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/zeitung.480grad-lwrs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}