Der Wahlkampf in den USA

von Sandra Schmerold

Der Wahlkampf in den USA ist gerade überall zu sehen – ob in den Medien oder dem Unterricht! Doch was steckt hinter der Wahl? Wie ist das Wahlsystem in den Vereinigten Staaten und wer sind die Kandidaten?

Das Wahlsystem

Am 8. November 2016 wählen die Amerikaner zum 58. Mal in der Geschichte der USA ihren Präsidenten demokratisch (Demokratie = zusammengesetzt aus den grichischen Wörtern démos (Volk) und kratia (Herrschaft), wörtlich übersetzt heißt es „Herrschaft des Volkes“).

Die US-Amerikaner wählen, genauso wie in Deutschland, alle vier Jahre einen neuen Präsidenten. In den USA ist es allerdings eine indirekte Wahl, das heißt: Die Bürger wählen nicht selbst ihr Staatsoberhaupt. Die neue Legislaturperiode (= die Dauer, für die Abgeordnete in ein Parlament gewählt werden) beginnt im Januar 2017.

Und wie funktioniert die Wahl denn nun genau?

Bevor die Bürger überhaupt wählen können, müssen sie sich in ein Wahlregister eintragen, in Deutschland wird dies von den Behörden erledigt (Die Wahlbeteiligung liegt deshalb etwas unter 50%). Jeder Staat hat seine eigenen Gesetzte zur Wahl, während man z.B. in Oregon nur per Briefwahl seine Stimme abgeben kann, gibt es in anderen Staaten das sogenannte „early voting“ (=frühes Wählen). Hierbei gibt man seine Stimme schon vor dem eigentlichen Wahltermin ab!vote-1286584_960_720

Die Aufgabe des Volkes ist es, die Wahlmänner zu wählen (Electoral College), erst diese wählen nach 41 Tagen in geheimer Abstimmung. Der Kandidat ist entscheiden, sobald die Mehrheit (270) für einen bestimmten Kandidat gestimmt hat. Die Wahlmännerstärke variiert in jedem Bundesstaat, in Kalifornien sind es 55, im kleinen Delaware sind es nur drei. Weiterhin gibt es noch das Prinzip, dass der Kandidat, der am meisten Stimmen in einem Bundesstaat bekommen hat, den Rest auch noch bekommt (Winner-Takes-It-All-Prinzip). Zum sogenannten „patt“ kommt es, wenn beide Kandidaten 269 Stimmen haben, also genau die Hälfte. Wenn dieser Fall eintritt, wählt das Volk nochmal, aber jeder Staat hat dann noch eine Stimme.

In den Vorwahlen (Februar – Juni) müssen die Republikaner und die Demokraten ihren Präsidentschaftskandidat nominieren. Dieses Jahr gingen aus den Vorwahlen zwei Sieger hervor: Hillary Clinton und Donald Trump.

Wer sind die Kandidaten?

Hillary Diane Rodham Clinton:hillary-clinton-1754429_960_720

  • * 26. Oktober 1947 in Chicago, Illinois
  • Politikerin der demokratischen Partei, ehemalige Senatorin von New York
  • Ehefrau von Bill Clinton (ehemaliger Präsident der USA)

Donald John Trump:donald-trump-1301259_960_720

  • * 14. Juni 1946 in Queens, New York
  • Kandidat der Republikanischen Partei
  • CEO der Trump Organziation
  • “Alles für Amerika”- Wahlmotto

Wer kann Präsident werden?

Voraussetzung ist, dass man in den Vereinigten Staaten geboren ist und die amerikanische Staatsbürgerschaft hat, ebenso muss der Kandidat mindestens 35 Jahre alt sein und 14 Jahre am Stück in den USA gelebt haben. Wiederwahl ist nur einmal möglich!

Aus derzeitigen Umfragen liegt Clinton mit 48,6 % vor ihrem Gegner Trump mit 43,9%.

Doch das sind nur Schätzungen, bis zum Ergebnis müssen wir uns noch etwas gedulden…

 

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