Frau Gebele stellt sich vor…

von Alexandra Braun

Neu an der Schule, jung, ziemlich abenteuerlustig und Co-Schülerzeitungsredakteurin. Das ist Frau Gebele. Und sie ist uns Rede und Antwort gestanden…

MikrofonSie selbst bezeichnet sich als unglaublich nett und als eine ziemlich junge Lehrerin. Schwach wird sie vor allem, wenn Kinder weinen (psst, darf ich aber eigentlich nicht weitersagen). Leider Gottes liest sie im Moment nicht viel, außer Schulbücher (schade!). Im Interview meinte sie auf die Frage nach ihrem Lieblingszitat, dass sie passen müsse und keines hätte. Hier die restlichen Fragen, die Frau Gebele uns unglaublich charmant und witzig beantwortet hat.

Über was freuen Sie sich?

Gute Noten. Auf Schüler bezogen, freue ich mich, wenn’s nette Kinder sind. In der 5. Klasse z.B. habe ich ein Mädchen, das mir jetzt dadurch aufgefallen ist, dass es von der Sozialkompetenz ungefähr 5 Jahre älter ist als der Rest ihrer Mitschüler. Sie hilft wirklich allen, egal, ob sie mit dem in irgendeinem Verhältnis steht oder nicht. Und im Leben erfreue ich mich an ziemlich einfachen Dingen. Essen bereitet mir Freude. Und ebenso klassische Sachen, wie schöne Dinge unternehmen und Ausflüge.

Und über was ärgern Sie sich?

Über ziemlich viel. Also ich bin ungeduldig, ärgere mich, wenn ich irgendwo warten muss, wenn Leute langsam reden, über irgendwelche Missgeschicke.

Und Sie sehen am liebsten Filme mit…?

…Happy End und Herzschmerz.

Ihr Lieblingsfilm ist…?

…Love Vegas.

Ihre Lieblingsmusik?

Ich hör‘ eigentlich gerade das Aktuelle, eben Radio und Charts.

Ohne was könnten Sie leicht leben?

Frischhaltefolie, die ist bei mir überflüssig. Ah, und ohne Winter.

Und welche drei Sachen würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Inseln mag ich eigentlich ganz gerne. Ich nehme Bücher, Sonnencreme und Küchenutensilien zum Kochen mit.

Wovon haben Sie schon immer geträumt?

Nicht auf einer einsamen Insel, aber auf einer schönen südlichen Insel zu leben.

Der absolute Horror für Sie wäre?

Wenn ich mein Leben nicht selbst bestimmen dürfte.

Wo kommen Sie her?

Ich komme aus dem Allgäu. 50 km südlich von hier in Richtung Berge zwischen Kempten, Memmingen, Mindelheim, Kaufbeuren, mitten im Irgendwo.

Kommen Sie jetzt da immer noch her?

Nee, ich wohne für dieses Jahr in Schwabmünchen.

Und verraten Sie uns Ihr Alter?

Ich gebe mal die Vermutung ab, dass ich die jüngste Lehrerin an der Schule bin, ich bin 25.

Welche Fächer unterrichten Sie?

Deutsch und Geschichte.

Warum?

Deutsch hat mir schon immer Spaß gemacht. Lag mir immer und mach´ ich weiterhin auch gerne. Als ich selber noch in der Schule war, fand ich Geschichte interessant und hab´s verfolgt. Im Studium hatte ich dann so meine Zweifel, ob ich das weiterhin noch machen will. Ich hatte auch schon überlegt, ob ich das Studienfach wechseln soll, war dann aber Gott sei Dank in einer Schule für mein Praktikum und hab‘ dann gemerkt, dass es zu unterrichten mehr Spaß macht als zu studieren. Und deswegen habe ich es dann auch fertig gemacht und jetzt ist es dann wieder okay.

Warum sind Sie Lehrerin geworden?

Mangel an Alternativen. Ich rede natürlich gerne und habe Freude am Umgang mit Menschen. Und die vielen Ferien, wobei ich sagen muss, aktuell habe ich nicht so viel davon, weil sie doch immer mit Arbeit gefüllt sind. Aber ich habe den Zukunftsplan, dass sie irgendwann mal frei sind.

Frau Gebele
Frau Gebele

Sind Sie Lehrerin oder Referendarin?

Ich bin Referendarin.

Warum machen Sie bei unserer Schülerzeitung als Co-Redakteurin mit?

Ich wurde von Frau Bundschuh gefragt und habe Ja gesagt, wobei es von den Wahlfächern her persönlich auch etwas ist, das mir zusagt. Es ist nicht so, dass  ich mitmach‘, weil ich mitmachen muss. Und ich habe in meiner eigenen Schulzeit auch bei der Abschlusszeitung mitgearbeitet.

Was würden Sie tun, wenn Sie jetzt beruflich nicht mehr als Lehrerin weiterarbeiten würden oder könnten?

Ich würde meinen Rucksack packen mit mehr als nur drei Dingen für die Insel. Und würde erst mal losziehen, ein bisschen durch die Welt reisen, wenn es sein muss, irgendwelche Jobs machen, um zu überleben. Also, an irgendwelchen Hostelrezeptionen hocken. Vielleicht würde es sich auch anbieten, Deutschkurse im Ausland zu geben. Auf die Bananenplantage in Australien zieht es mich nicht. So einen konkreten geordneten Plan gibt es nicht. Ich würde losziehen und mir die Welt anschauen.

Was gefällt Ihnen am meisten am Lehrersein?

Ich muss sagen, ich korrigier‘ sehr gerne. Aber ob das jetzt das ist, was ich gerne mache, weiß ich nicht. Aber es ist manchmal sehr amüsierend, Schülerantworten und Aufsätze zu lesen.

Und was mögen Sie gar nicht?

Korrigieren, wenn es schlecht ausfällt. UND freche Schüler, die nicht zuhören.

Welche Erwartungen hatten Sie beim Lehrersein?

Viel Freizeit. Mittags Feierabend. Ein bisschen ‚was mit Kindern machen. Aber ich muss sagen, die Realität ist ein bisschen anders.

Wurden all Ihre Erwartungen erfüllt?

Nee, absolut nein.

Gar keine?

Doch, aber es kommt eben mehr zu den Berufen dazu, was man so nicht erwartet.

Ist es schwer, alle Schüler gleich zu mögen oder zu behandeln?

Die pädagogisch richtige Antwort wäre nein, aber ich muss tatsächlich sagen: Ja, es ist schwierig.

Denken Sie, Sie sind eine gute Lehrerin?

Ich hoffe es, denn ich gebe mir alle Mühe.

Gehen Sie jeden Morgen gerne zur Schule?

Meistens ja.

Und warum?

Weil es mein Job ist und weil ich meine Aufgaben erledigen kann. Damit ich eine Aufgabe im Tag habe. Also, wenn ich die Wahl hätte zwischen anderen Jobs, dann denke ich, dass ich, dadurch, dass ich in die Schule gehen kann, schon einen guten gefunden habe.

Und was würden Sie vor den Ferien machen? Knallharten Unterricht oder Film schauen?

Ex.

Was ist, wenn Ihnen ein Schüler einen Streich spielt?

Dann muss ich mich zusammenreißen, nicht mitzulachen.

Und was machen sie in einer Vertretungsstunde?

Wenn ich weiß, dass ich Vertretung habe, bereite ich etwas vor. Ansonsten gebe ich mir alle Mühe, den Eindruck zu machen, vorbereitet zu sein.

Danke für das Interview.

Quelle: Frau Gebele, J. Stölzle

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